Schule und SozPäd

21
Dez
2010

geschafft

So, nun hab ich's auch geschafft:

- die letzten beiden Unterrichtsstunden für dieses Jahr gehalten
- die Weihnachtsfeier in der Schule mitgestaltet: Dingsda-Kind gespielt
- gerade das letzte Schülergespräch für dieses Jahr geführt
- noch einige Mails an Schüler verschickt
- die 5 zu korrigierenden Klassenarbeiten ordentlich gestapelt - will jemand? ;-)
- alle Schüler-Geschenke angeschaut und schon mal gekostet - leckere Pralinen!
- die lieben Kollegen nochmal gedrückt und bewünscht
- das letzte Mal das Info-Fach geleert und Infos sortiert, Termine eingetragen

Und das Highlight heute: ein frisches Kaninchen gekauft - nach 4 Wochen suchen. Liegt schon zusammen mit Granatapfelkernen und Zwiebeln in der Pfanne.

Verabschiede mich in die unterrichtsfreie Zeit mit wandern, ausruhen, stricken, lesen, ... korrigieren, Unterricht vorbereiten, Notenlisten schreiben.
Nach dem gesundheitlich turbulenten Herbst bin ich sehr froh, ein bisschen zur Ruhe zu kommen. Auch wenn das nur zum Teil funktionieren wird, denn das Auskurieren wird lange dauern, eine weitere OP steht an.

10
Dez
2010

Psychologiestunde

4 Stunden intensivste Diskussion um Bindung und Bindungstheorien, ihre Anwendbarkeit, Verknüpfungen mit der Realität und den Anlage-Umwelt-Aspekt.

Geleitet von kleinen Schülergruppen, die entsprechend provokative Fragestellungen bearbeitet hatten und nun die Klasse zum Denken bringen sollten.

Der Lerneffekt war super und in der Diskussion zeigte sich, dass sie das Thema wirklich verstanden hatten.

Tolle Klasse! So macht Unterricht Spaß.

Plätzchen backen

Es gab da mal eine Klasse, die sich auffraß...

Inzwischen ist es ein halbes Jahr später und ein neues Schuljahr. Und heute hat genau diese Klasse einträchtig, freundlich und begeistert Plätzchen gebacken. In 4 kleinen Gruppen, jeweils mit einer "Erzieherin" , die die "Kinder" anleitet. Es gab viel Austausch zwischen den Gruppen, geteilte Zutaten und Handwerkszeug, viele kleinen Hilfen zwischendurch und am Schluss natürlich gemeinsames Futtern.
War schön - und lecker.

So langsam werd ich melancholisch, wenn ich an das Frühjahr denke. Sie sind meine erste Klasse, die dann den Abschluss macht :-)

Qualifikation

Wenn die hochschulstudierte Fachkollegin zu einem Schülertext sagt "Den Text behandle ich nicht, der ist MIR zu schwierig. Den versteht ich selber nicht." kommt man schon ins Grübeln.

Dabei ist der Text prima strukturiert, sooo spannend und von einem der aktuell wichtigsten Vorschulpädagogen...

Meiner Klasse werde ich den Text geben, die verstehen den wenn wir ihn gemeinsam erarbeiten.

Waaahhh - ich will Kollegen, die Ahnung von dem haben was sie tun!

3
Dez
2010

GEMA-freie Weihnachtslieder kopieren

Unter diesem Link findet man klassische und unbekanntere Weihnachtslieder, die von den Musikpiraten gesammelt wurden. Die Lieder können kopiert und verbreitet und gesungen werden ohne dass GEMA-Gebühren anfallen.
FRÖHLICHES SINGEN!

Zitat von den Musikpiraten:
Warum ein weiteres Buch mit Liedern für die Adventszeit?
Alle Jahre wieder zur Weihnachtszeit kommt die Lizenzierungsproblematik von Notenblättern auf. Seit Ende 2009 bietet die GEMA Tarife für Kindergärten und Vorschulen an, damit auch diese Bildungseinrichtungen rechtssicher Kopien davon anfertigen können. Natürlich wird dafür ein entsprechender Obulus fällig, vom Verwaltungsaufwand ganz zu schweigen. Aus diesem Grund hat der als gemeinnützig anerkannte Musikpiraten e.V. Notenblätter gemeinfreier Advents- und Weihnachtslieder gesucht, die für diese Projekt neu gesetzt wurden.
„Bildungseinrichtungen sollen sich so auf ihren vorrangigen Zweck, das Vermitteln von Bildung, konzentrieren können, statt sich um Lizenzproblematiken zu kümmern. Denn niemand kommt auf die Idee, dass es strafbar sein könnte, Kopien der Noten von Jahrhunderte altem Liedgut anzufertigen. Vor allem, da auch Abgaben für die Kopiergeräte gezahlt werden. Und trotzdem müssen die Kopien in den meisten Fällen nochmal explizit bei der GEMA bezahlt werden.
Unser Ziel war es, ein kleines Notenbuch mit Liedern für die Vorweihnachtszeit zusammenzustellen, das jeder legal und kostenfrei kopieren und verteilen darf. Ich möchte
mich bei all denen bedanken, die uns hierbei geholfen haben."
Christian Hufgard, 1. Vorsitzender des Musikpiraten e.V.

20
Sep
2010

Gedanken zur Klassenfahrt

Schöner kann wohl keine Klassenfahrt sein.
Es gab keine Katastrophen, keine Zickereien, nicht mal kleinere Diskussionen.

Nur interessante Gespräche, gemeinsame Unternehmungen, z.T. neugierige Schüler, Auseinandersetzung mit deutscher Geschichte und mit der eigenen Person, lange lustige Abende und zuverlässige Grüppchen.

Schwierig wird es für die Beteiligten dann ab und zu, die Grenzen aufrecht zu erhalten. Wenn man Freizeitaktionen wie Kanufahren, Shoppen und Wandern zusammen erlebt kommt man sich auch persönlich näher. Einige Schülerinnen sind deutlich erwachsener geworden, sind sehr interessante Gesprächspartner und haben spannende Dinge aus dem Praktikum erzählt.
Ab heute müssen sich diese Grenzen wieder in die normale Lehrer-Schüler-Schiene zurückbewegen. Sonst schaffen wir uns für die Prüfungssituationen neue Probleme.

Und dann lauert schon die nächste Klassenfahrt auf mich: mit einer ganz neu aufgenommenen Klasse von 16jährigen.

30
Jul
2010

Kanufahren mit 22 16jährigen

Eigentlich sollte schönes Wetter werden ...

T 0: 22 Schüler und 2 LehrerInnen stehen mit 6 Kanus am Ufer, dicke schwarze Wolken ziehen auf...

T +10 min: es blitzt und donnert das erste Mal hinter den Bergen ...

T +30 min: alle sind klatschnass ...

T +90: 24 bibbernde/rumalbernde 16 jährige und 2 grinsende Lehrer stehen in einem Industriegebiet am Ufer unter einem beprasselten Blechdach und beobachten Blitze ...

T +100 min: 10 Schülerinnen schlagen sich um 3 Schokoriegel und 8 Apfelschnitze ...

T +120 min: die Boote werden wieder ins Wasser gelassen

T +130 mit Ehrgeiz paddeln ALLE! bis zum Ziel (an diesem Tag als einzige Gruppe) ...

Fazit: nächstes Jahr wieder :-)

21
Jul
2010

Praxisschock erst im Berufspraktikum der Erzieherausbildung

Die Kolloquien der Berufspraktikanten sind gelaufen. Von 28 Prüflingen im Kolloqium haben 25 bestanden. Das ist ein gutes Ergebnis, das aufgrund der vorangegangenen Leistungen während des Schuljahres zu erwarten war.

Problematisch ist aber die Zahl der Berufspraktikanten, die abgebrochen haben oder an den alltäglichen Aufgabe gescheitert sind und gekündigt bekamen. So viele waren es noch nie.
Eine, wir vermuten die bedeutendste, Ursache ist das abgeschaffte Vorpraktikum.
Mit 16 Jahren entscheiden sie sich für eine 4jährige Ausbildung. Die Schülerinnen und Schüler kommen seit einigen Jahren direkt nach der Realschule zunächst in das einjährige Berufskolleg mit 2 Tagen Praxis pro Woche. Dieses ist Voraussetzung für die Ausbildung zur Erzieherin. Bis dahin haben sie keinerlei längere Erfahrungen im Berufszweig. Maximal 4 Wochen Schulpraktikum.
Notwendig für diesen Beruf ist nunmal ein Händchen für den Umgang mit Kindern und Jugendlichen. Ob man das hat muss man erst herausfinden. Nach dem Einstieg in die Ausbildung kann man fast nur noch durch massive Fehlzeiten oder völliges Nichtstun für die Praxisausbildung das Jahresziel nicht erreichen.
Auch wenn Schülerinnen feststellen, dass sie nicht so richtig glücklich sind mit der pädagogischen Arbeit oder klare negative Rückmeldungen von den Praxisanleiterinnen bekommen scheint es fast keinem möglich, sich um zu orientieren. Fast alle verharren trotz Beratungsgesprächen in der Klasse, "ziehen es durch", machen mit Mühe einen 4er Abschluss der theoretischen Ausbildung.

Mit Beginn des Berufspraktikums kommt dann der Praxisschock. Nach 8 Wochen brechen die ersten ab, nach einem halben Jahr war unser jetziger Jahrgang bereits um ein Viertel geschrumpft. Die Aufgaben, die man als Erzieherin in einer Tagesstätte für Kinder erfüllen muss sind anspruchsvoll und verantwortungsintensiv. Es ist eben kein Job, den mal eben jeder machen kann. Auch wenn das aktuell von diversen Kultusministerien behauptet wird.

Schlimm für unsere Praktikantinnen und Praktikanten wenn sie dies nach 4 Jahren, oder 5 wenn sie wiederholen, erkennen müssen. Und nochmal bei Null anfangen. Verloren sind die Jahre sicher nicht, aber ohne Abschluss abzugehen ist ein Drama für die Meisten.
Verhindern könnte das nur ein höheres Einstiegsalter und praktische Erfahrungen VOR der Ausbildung oder eine längere Praxisphase (mehr als 4 Wochen) IN der Ausbildung.

14
Jul
2010

Ausflug zum Schuljahresende

Die kleine "sich auffressende Klasse" war heute zusammen mit der bis vor Kurzem ungeliebten Paralleklasse und uns 3 Kollegen im Sinnes-Schloss Freudenberg.
2 Stunden selbständigem Erkunden von Haus und Gelände folgte eine sehr gut gemachte Führung mit intensiven Erfahrungen.

Der Sozialpädagogikstudent berichtete über die Geschichte des Hauses, verwöhnte uns mit einer Klangmassage vieler Gongs und bot ein tolles Gleichnis zur Erziehung von Kindern. An einem 30 kg-Stein, der an einem Drahtseil hing befestigte er einen Bindfaden. Der sollte durch gefühlvolle Bewegungen den Stein in Bewegung bringen. Die Verbindung zum Handeln von Erziehern wurde klar, als 2 Schüler das schafften.
- Hineinversetzen in die Möglichkeiten, die der Stein hat
- ganzkörperliche Bewegungen
- hohe Konzentration und Präsenz
- gefühlvolles (Be)Ziehen und Nachgeben
- nicht über die Grenzen gehen, denn dann reißt der Faden -die Beziehung- ab
- Geduld haben

Die Schüler konnten ihren Geduldsfaden dann mitnehmen :-)

Der Tag gipfelte in einem harmonischen, witzigen, ausgelassen Grillnachmittag. Alles wurde geteilt, die Klassen vermischten sich, jeder half jedem. Tolles Ergebnis des Schuljahres!
Und natürlich war die Heimfahrt zunächst entspannt und verschlafen, dann aber noch sangesfreudig ausgelassen.

So wie das Jahr endet geht es im Herbst weiter: Die gleiche Gruppe fährt mit den gleichen Lehrern nach Berlin. Ich freu mich drauf!

24
Jun
2010

der Juni 2010

4 Wochen Blog-Pause

Dazwischen 2 Wochen erholsame, aktive, zweirädrige Ferien im südlichen Europa

Dazwischen auch: Prüfungen abgenommen und bewertet, Berichte korrigiert, Fortbildungen besucht, Notenlisten schreiben, natürlich auch Unterricht

Jetzt:
- Schulordner ordnen
- die Schüler über den Ablauf des nächsten Schuljahres informieren - Abschlussjahrgang!
- das vergangene Jahr gemeinsam reflektieren
- beim Fußballturnier Kuchen verkaufen
- spannende Exkursionen unternehmen
- letzte Unterrichtseinheiten abschließen
- noch mehr Notenlisten schreiben
- noch mehr Prüfungen abnehmen

Auch jetzt: Zufriedenheit über erfolgreiche Schüler - alle mit guten Noten und deutlich sichtbaren Fortschritten, bewältigte Probleme, motivierte Klasse, gut gelöster Führungswechsel in der Schule, Rest des Schuljahres geplant.

Und natürlich: freudige Erwartung einer abenteuerlichen Urlaubsreise im Sommer.
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